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28. Dezember 2011: Hähnchenmastanlage in Rodewald?

SPD Rodewald bezieht klare Position!
Ende Oktober dieses Jahres ist beim Landkreis Nienburg/Weser ein Bauantrag für zwei Hähnchenmastställe in der Gemarkung Rodewald eingegangen. Ein großer Teil der Bevölkerung befürchtet daraufhin Gefahren für Gesundheit und Umwelt. Aus Sicht der SPD können die Informationen, die dem Gemeinderat vorliegen, diese Bedenken nicht entkräften. Auch nach einem ausführlichen Gespräch unsererseits mit dem Bauherrn, können wir im Gegensatz zur CDU nur erkennen, dass lediglich die gesetzlichen Mindestvorgaben eingehalten werden sollen. Das heißt, dass z.B. Lüftungsanlagen eingebaut werden, ohne die die Tiere ohnehin nicht leben könnten. Es heißt aber nicht, dass zusätzliche Filteranlagen zum Schutz der Menschen in der Umgebung geplant sind. Als SPD Rodewald begrüßen wir das Engagement der vielen Betroffenen zu diesem kontrovers diskutierten Thema. Es zeigt erneut, dass die Bürgerinnen und Bürger ein großes Interesse an der Entwicklung Rodewalds haben und dies auch offen diskutieren. Da die Firma Rothkötter zur Auslastung des Schlachthofes in Wietze noch mehrere Hundert Mastställe mit jeweils bis zu 40.000 Tieren benötigt, ist davon auszugehen, dass weitere Bauvorhaben in unmittelbarer Umgebung in Planung sind. Der massive Einsatz von Antibiotika in der Hähnchenmast führt zu einer Zunahme resistenter Keime (z.B. MRSA), welche für zahlreiche Krankheits- und Todesfälle in der Bevölkerung verantwortlich sind. Hinzu kommen Geruchs-, Verkehrs- und Grundwasserbelastungen der Umgebung der Ställe. Die SPD Rodewald lehnt Anlagen dieser Größenordnung mit einer derart hohen Besatzdichte und nicht artgerechter Haltung ab. Wir stehen hinter der in Rodewald betriebenen Landwirtschaft und werden ihre wirtschaftliche Weiterentwicklung nach allen Kräften unterstützen. In der Hühnermast sind jedoch die Risiken für Mensch und Umwelt nicht hinnehmbar. Die SPD Bundestagsfraktion versucht seit geraumer Zeit eine Änderung des Baugesetzbuches hinsichtlich der Beschränkung der industrialisierten Massentierhaltung im Außenbereich herbeizuführen, um die individuellen Bedürfnisse der betroffenen Gemeinden besser zu berücksichtigen. Dieses scheiterte jedoch regelmäßig am Widerstand der Regierungsfraktionen von CDU und FDP.

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